Win2day „Shotclock“-Tournament Casino Bad Gastein

Side Event im Rahmen der CAPT  (2)Liebe PCP-Freunde!

Am 11.04.2015 traf sich eine Abordnung des PCP plus Marlon Wretschko im Casino von Bad Gastein, um an einem Side Event der CAPT („Win2day Shotclock“-Tournament) teilzunehmen. Zugleich war das auch die letzte Veranstaltung in diesem Casino, da dieses mit dem Ende des Turniers aufgelassen wurde und nach Zell am See „übersiedelt“. Kurz die Daten:

 

 

 

 

Veranstaltung: Side Event im Rahmen der CAPT
Veranstaltungsort: Casino Bad Gastein
Turnier: Win2day „Shotclock“-Tournament
Datum: 11.04.2015
Beginn: 18.00 Uhr
Buy-in: EUR 100,00
Startstack: 20K
Leveldauer: 20 Minuten
Spieleranzahl: 60
Besonderheit: An jedem Tisch waren am Rand mehrere kleine Kästchen, mit einem LED-Zähler angebracht. Jeder Spieler hatte nur 30 Sekunden für eine Entscheidung Zeit. Die Aktivierung des Count-downs und dessen Rückstellung wurde durch die Dealer mittels Pedalen unter dem Tisch geregelt.

Mit den angereisten Spielern waren wir uns sicher, dass wir einen Spieler „durchbringen“ sollten – und wir behielten recht. Eigentlich waren es deren zwei Spieler, aber der Reihe nach. Der Start war für alle recht gut gelaufen. Marlon musste ein unglückliches Suck-out hinnehmen und kaufte sich nochmals ein. Ein Re-entry war bis zu Level 7 möglich. Leider brachte ihm auch dieses kein Glück und er musste als Erster von uns an Platz 36 das Turnier beenden. Dann passierte längere Zeit nichts, aber trotz gutem Spiel musste sich auch Jürgen mit einem Platz im Mittelfeld (Platz 30) vom Turnier verabschieden. Auch nicht viel besser erging es mir – mich erwischte es einwenig später. Trotz gutem Start und guten Folgehänden beging ich (im Nachhinein betrachtet) schon in der Anfangsphase einen Spielfehler. Ich ließ mit KK dem Gegner zuviel Luft und ihm dadurch die Chance, dass er am River zum Set zog. Damit drittelte ich meinen Stack. Was aber keine Ausrede sein darf, da ich kurze Zeit später schon wieder auf knapp über 35K war. Danach spielte ich zuwenig konsequent, was in weiterer Folge bedeutete, dass durch die steigenden Blinds und Antes mein Stack so sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass ich keinen Druck mehr erzeugen konnte und daher nur mehr eher passiv am Spiel teilnahm. Ergebnis: AQo war mir willkommen und ich musste im vorderen Mittelfeld des Turnieres die Entscheidung suchen, denn jetzt hatte ich noch die Chance dazu, da mein Stack noch „etwas hergab“. Ich lief gegen KJo und, wie sollte es anders sein? – Flop: K. Damit war es das für mich als 27. Knapp hinter mir folgte gleich Hans Peter als 24.

Ach ja, wir hatten doch noch zwei Spieler – Astrid und Robert. Astrid spielte ruhig und konsequent, suchte ihre Chance für die entsprechenden Spots und zog das auch durch. In der Zwischenzeit wurde nur mehr auf zwei Tischen gespielt, Astrid war auf knapp über 50K und daher auf der sicheren Seite. Robert hatte von den Chips her sogar etwas weniger, konnte das dann in weiterer Folge aber durch sein druckvolles Spiel wettmachen. Somit hatten wir zwei Spieler, die sich berechtigterweise Chancen auf einen Spitzenplatz ausrechnen durften – und so kam es auch. Sowohl Astrid als auch Robert schafften es an den Final Table dieses internationalen Turniers. Leider hat Astrid noch nicht soviel Erfahrung in solchen Turnierphasen (Bubble, Final Table). So sehr sie durch ihre Geduld und konsequente Spielweise im Anfangs- und Mittelteil des Turniers bestand, so war sie nicht in der Lage, ihr Spiel auf die nun geänderte Spielweise umzustellen. Wie gesagt, sie schaffte es an den Final Table, war aber der Smallstack am Tisch. Das Bust-out eines Spielers erlebte sie noch und somit waren nur mehr acht Spieler (bei sieben Plätzen im Geld) im Turnier. Die anderen Spieler konnten es sich leisten, „auf Zeit zu spielen“, denn es war nur mehr eine Frage der Zeit, bis Astrid ihre letzten Chips in die Mitte schob. Leider war sie gezwungen, das mit einer mittelmäßigen Hand zu tun, wurde gecallt und – das war es dann. Der 8. Platz ist zwar ein super Ergebnis – wenn man aber an der Bubble ausscheidet, dann ist das im ersten Augenblick schon eine leichte Enttäuschung. Dennoch tröstete sie sich darüber mit ihrer guten Spielleistung hinweg.

Wir hatten aber noch Robert. Nicht nur, dass Robert schon den ganzen Abend aggressiv und druckvoll spielte (teilweise zerstörte er den Tisch), traf er auch die entscheidenden Spots. Nach zwei all in-Bluffs in Serie am Final Table stellte er ein drittesmal all-in. Jetzt glaubte ihm niemand mehr und er bekam die Calls – nur, er hatte KK!!! Ebenso lief er mit AK gegen KK – kommt an Board die A. Die nächste Monster-Hand gewonnen. So kam es, dass er sich locker und verdient unter die letzten Drei spielte. Da sich die Spieler sehr gut verstanden, wurde ohne Probleme ein ICM-Deal vereinbart, der allen drei Spielern einen 4-stelligen Betrag einbrachte.

Zusammengefasst kann man sagen, dass alle Spieler von uns eine gute Vorstellung abgeliefert haben, sich weit vorne platzierten bzw. mit spielbaren Händen aus dem Turnier ausschieden. Wenn bei diesem Klassefeld von sechs angetretenen Spielern zwei an den Final Table kommen, dann kann man mit Sicherheit von einem ausgezeichneten Turniererfolg für unser Team sprechen. Dass der PCP aber nicht nur spielerisch gut drauf ist, sondern auch zu feiern versteht, das zeigt das letzte Bild von der Abschlussfeier unserer Mannschaft – wir hatten es uns auch verdient.

Das war meine Zusammenfassung des Turniers.

Liebe Grüße an alle.

Herwig

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