2020 – Das Jahr der Verschiebungen

Eine kurze Rückblende von Obmann Robert Purgay

Die Saison begann vielversprechend. 30 Spieler bei der ersten Meisterschaftsrunde folgten bis zur Runde 5 weitere Turniere mit mehr als 20 Spielern. Zu diesem Zeitpunkt führte Patrick Schmid vor Hans Peter Tragut und dem Titelverteidiger von 2019 Obmann Robert Purgay.
Melanie Trobos-Pinter konnte beim letzten Turnier vor der Zwangspause (PL Omaha II) ihren ersten Turniersieg beim PCP einfahren. Danach …

… kam die Corona bedingte Pause von vier Monaten.

Anfang Juli ging es endlich wieder los. Mit gebotener Vorsicht und den geforderten Maßnahmen kam an den Tischen wieder Spannung auf. Bis Mitte Oktober konnten fast alle Turniere zur Meisterschaft gespielt werden.
Aber eben nur fast.
Nur noch eine Runde fehlte, um den Champion 2020 küren zu können. Wieder einmal war Corona der Spielverderber.

Stand nach 12 von 13 Runden:

1.) Schmid Patrick
2.) Tschermoneg Wolfgang
3.) Purgay Robert
4.) Tragut Hans Peter
5.) Zöhrer Robert
6.) Stranz-Moser Dany
7.) Trobos-Pinter Melanie
8.) Fontana Peter
9.) Trobos-Pinter Manuel

Am Schleuderstuhl zum Masters: Plos Wolfgang

Was noch fehlten, waren der Pokercup und das Masters. Beide Turniere und das letzte Turnier zur Meisterschaft sollten nach dem Lockdown light gespielt werden.
Die Hoffnung, doch noch 2020 alles unter zu bringen, mussten wir leider sehr früh schon wieder ad acta legen. Mittlerweile sind wir bei Januar 2021.

Die letzte Runde ist für 08. Januar 2012 geplant. Sollte es aus Gründen (eh schon wissen) nicht möglich sein, wird die Meisterschaft nach 12 Runden beendet und gewertet.

Sollten der Pokercup am 16. Januar und das Masters am 22. Januar ebenfalls wegen (was wohl) nicht spielbar sein, wird der Vorstand vorzeitig seinen Entschluss diesbezüglich bekannt geben.

Online

In der spielfreien Zeit versuchten sich die Mitglieder in Online Poker. Schon sehr früh mussten wir aber feststellen, dass der eine oder die andere ihren Frust des Verlierens nicht im Griff hatten, dass seinem Gegner nicht in die Augen schauen zu müssen ausnutzten und Aussagen hervorbrachten sowie Dinge in Gang setzten, welche unter Pokerfreunden nicht zu entschuldigen sind. Somit blieb es bei einem einmaligen Versuch. Vereinzelt gibt es noch Turniere, die vom Vorstand genehmigt werden.

Abgang

Mit Johann Stelzer verließ ein Mitglied mitten im Jahr den Verein. Um weitere Korrespondenz entgegenzuwirken sowie eine weitere Teilnahme bis Ende des Jahres zu unterbinden, wurde ihm der halbe Mitgliedsbeitrag zurückerstattet. Bei einer „normalen“ Auflösung würde die Satzung wie folgt lauten:

Abs. 6: Ausscheidende Mitglieder haben keinen Anspruch auf Vereinsvermögen irgendwelcher Art. Sie sind aber in dem Jahr, in dem der Austritt erfolgt, noch voll beitragspflichtig.

Auch Margarete Stadtschnitzer beendet ihren kurzen Auftritt beim PCP mit Jahresende.

Beiden wünschen wir weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit!

Ein verrücktes Jahr

Ein Jahr voller Entbehrungen geht vorbei.
Ein Jahr ohne einen Champion.
Ein Jahr, ohne zu wissen, wer das rote Trikot des Pokercupsiegers trägt.
Ein Jahr ohne dem Masters Sieger, den Champ der besten neun des Jahres.

Trotz aller Widrigkeiten hat sich der Vorstand große Mühe gegeben. Danke an Melanie, Wolfgang, Gerald, Bernd und Dany!
Sie haben sich oft sehr kurzfristig Zeit genommen, Termine, Ideen und neue Corona bedingte Vorgaben unter einen Hut zu bringen, damit wir trotz allem eine gute Saison spielen können.
Danke auch an Martin Platzer und Patrick Schmid, die kurzfristig die Kassaprüfung übernommen haben, da die Familie Frieser aus gesundheitlichen Gründen dem nicht nachkommen konnten!

Ein Dank gilt auch der Familie Absenger und ihrem Team für die großartige
Verköstigung und der Bereitschaft, uns zu unterstützen.

Danke auch an unseren Webmaster Christian Hörzer für seine (unentgeltliche) Arbeit!

Zu Beginn des nächsten Jahres werden wir den Champion 2020 küren.
Hoffentlich auch den Pokercupsieger und Masters Sieger!
Die Pokale überreichen wir den Besten im Zuge einer Feier im Mai oder Juni, wo natürlich alle inklusiv ihrer Männer, Frauen und Kinder eingeladen sind!

Zum Abschluss. Das persönliche Wort

In meine Zeit als Obmann hatte ich wunderbare Momente (3x Champion – 1x Masters Sieger), aber auch Momente, die mich an meine persönlichen psychischen Grenzen brachten.
Der zu frühe Tod von Egbert und Christian haben mich (auch, wenn es nicht so aussah), sehr getroffen. Sie waren nicht nur Mitglieder für mich. Egbert war ein außerordentlicher väterlicher Freund und Weggefährte. Christians bewegtes Leben begleitete ich schon bevor er sich entschied, zum PCP zu kommen.

In memoriam aeternam Egbert und Christian:
»Es gibt Freunde und es gibt eine Familie. Und dann gibt es da noch diese ganz besonderen Menschen, die nicht nur Freunde sind, sondern zur Familie werden!«

Ich habe gelernt, dass es nicht der Erfolg ist, der mich nach vorne treibt und mir die Energie gibt, einen Verein zu führen. Es ist jedes einzelne Mitglied des Vereins. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich zu den Turnieren fahre und mich mit Freunden und Gleichgesinnten unterhalten kann, mit denen ich mich austausche, amüsiere und auch ärgere, wenn es einmal nicht so läuft. Egal ob er ständig kommt oder nur sporadisch zu den Turnieren erscheint. Das Ziel ist es, für ein paar Stunden den Alltag hinter sich zu lassen. Spaß zu haben und die Sorgen für ein paar Augenblicke zu vergessen.
Was zählt und was den Erfolg eines Vereins ausmacht, ist das Miteinander und das füreinander da zu sein!
In dieser Zeit der Pandemie habe ich immer versucht, mit meinen Mitgliedern in Kontakt zu bleiben. Mir ist es wichtig zu wissen, dass es euch gut geht. Es ist wichtig zu wissen, dass es uns allen gut geht!

Zum Abschluss möchte ich meinem Vorstand ein großes Lob aussprechen. Vielen Dank für eure unbezahlbare Arbeit!

Allen Mitgliedern und Pokerfreunden wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten. Ein erfolgreiches Jahr 2021, Gesundheit und Kraft!

»Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.«

Dalai-Lama

 

Mit einem Dank an die PCP-Familie

Robert Purgay
Obmann