2021 – und wir sind nicht ganz untätig

Corona – ein Thema, dass uns noch lange begleiten wird. Stillstand, wohin man schaut. Nicht nur bei der Arbeit oder in der Familie hinterlässt der COVID-19-Virus seine Spuren. Viele Vereine sind wegen des Virus bis auf Weiteres abgemeldet, im wahrsten Sinne des Wortes.
Besonders stark trifft es solchen Vereinen, wie es der PCP ist. Gemeldete Pokerklubs, und davon gibt es nicht sehr viele haben ein großes Equipment und brauchen viel Platz, um ihren Mitgliedern das Hobby so angenehm wie möglich zu machen.
Es ist schon schwer genug, einen Partner zu finden, der den Platz dafür hat und das Personal, um unsere Turniere, die oft bis weit nach Mitternacht dauern, aufnehmen zu können und – zu wollen! Mit der Familie Absenger hatten wir das Glück, solch einen Partner zu finden.
In diesen Zeiten, wo ein Virus den Tagesablauf festlegt, sind wir an den Gesetzten und Richtlinien gebunden, welche die Regierung der Gastronomie vorgibt.

Eines vorweg: Solange das Gesetz vorschreibt, das die Gastronomie nur bei einem negativen Test in Anspruch genommen werden darf, wird es keine Turniere geben. Der Verein kann seine Mitglieder nicht zum Testen zwingen und will es auch nicht.

Gegen Auflagen wie im Sommer des Vorjahres ist nichts einzuwenden. Masken bis zum Tisch, Desinfektion der Hände und maximal 6 Spieler am Tisch sowie maximal 18 bis 24 Spieler pro Turnier (nach Auflage des Wirtes).
Sollten diese Regelungen wieder in Kraft treten, steht den Turnieren nichts mehr im Wege.

Einiges, was nicht unausgesprochen bleiben sollte:

Nachdem es im Vorfeld Diskussionen wegen des Mitgliedsbeitrages gegeben hat, möchte ich Nachfolgendes anmerken.

Auszug aus dem Vereinsgesetzt: Was ist ein Mitgliedsbeitrag?

Der Mitgliedsbeitrag ist ein Beitrag in Geld, der zum Erwerb oder zur Aufrechterhaltung der Mitgliedschaft in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, einer Partei, einem Verband oder einem Verein dient.

Unser Augenmerk liegt auf das Wort Aufrechterhaltung! Der Mitgliedsbeitrag hat nichts damit zu tun, wie oft man ein Turnier spielt oder ob man überhaupt spielt. Es ist KEIN SPIELGELD!!!

Der Großteil kommt, spielt und geht nach dem Ausscheiden nach Hause. Was aber hinter den Kulissen für eine Apparatur im Gange ist, damit unsere Turniere als solches Funktionieren scheinen einige noch nicht bemerkt zu haben. Damit ein Verein überhaupt leben kann, ist eine Infrastruktur von Nöten, die wiederum Arbeit und Mehraufwand für die aktiven Funktionäre in nicht geringem Stile abverlangt. Und das in ihrer Freizeit. Die Wartung von Chips, Tischen, PC, Homepage usw. kosten neben freiwilliger Arbeit auch Geld. Sponsorengelder sind in diesem Bereich fast uneinbringlich. Bist du kein Fußball- oder Tennisverein, hast du keine Chancen auf Unterstützung.
Ich denke, dass 40 € oder knapp 3,50 € im Monat keinen arm machen und schwer auf der Tasche liegen. Damit wird nicht nur der Betrieb finanziert, damit ist auch die Weihnachtsfeier, Pokale und Sonstiges budgetiert.

Die nahe Zukunft bringt Änderungen:

Was sich in diesem Jahr und vermutlich in den nächsten Jahren ändern wird, ist die Öffnung der Turniere für Nicht-Mitglieder.
Nachdem es mit den Card Casinos zu Ende ging und nur noch in erster Linie in den Casinos Austria live gepokert werden konnte, nutzten einige die Möglichkeit, billig beim PCP zu spielen. Als Gast und einem Mehraufwand von € 5 / Turnier.
Diese Zeiten sind nun vorbei. Aus Gründen von Corona sind die Turniere ohnehin für eine gewisse Anzahl von Spielern begrenzt und diese Plätze sollten nur den Mitgliedern vorenthalten sein.
Auch nach Beendigung jeglicher Lockdowns werden die Turniere in erster Linie nur für Mitglieder offen sein. Für Gäste wird das Spielen empfindlich teurer werden. Ein neues Handlungsschema wurde bereits ausgearbeitet und kommt nach Beendigung des/der Lockdowns zur Anwendung.

Warum wird sich jetzt der eine oder andere Fragen.
Ganz einfach. Wir wollen nicht, dass der Verein zu einem billigen Card Casino avanciert. Unser Ziel ist es, wieder zu den Wurzeln zurückzukommen. Das Miteinander fördern. Gemeinsam unser Hobby zu frönen, an einem Strang zu ziehen und alte Werte wieder aufleben zu lassen. Der Meistertitel, der Pokercup und das Erreichen sowie der Gewinn des Masters sollten wieder jenen hohen Stellenwert bekommen, den sie verdienen. Denn genau um das sollte es bei einem Verein gehen.
Wer sein Portemonnaie auffüllen und um große Pötte spielen will, muss sich anderorts umsehen oder bei internationalen Turnieren mitspielen.

In weiterer Folge werden wir die Kriterien zur Aufnahme in den Klub als Mitglied ebenfalls strenger regeln. Solange Corona den Alltag bestimmt, sind Neuaufnahmen ohnehin nicht angedacht. Wer diesen Neuerungen nichts abgewinnen kann, der wird sich in jeden anderen Verein ebenfalls nicht wohl fühlen.
Vereine tragen ganz wesentlich zur Förderung des Gemeinwesens und dem Erhalt kultureller Traditionen bei und gelten als Brückenbauer zwischen den Menschen. Darüber hinaus übernehmen Vereine eine wichtige Integrations- wie auch Sozialisationsfunktion. Und genau dort wollen wir wieder hinkommen.

Mit gutem Beispiel voran:

Der Vorstand ist bestrebt, in der Zeit ohne Turniere unser Equipment zu pflegen und einige Neuerungen in Angriff zu nehmen. So werden die Chips gereinigt, die Kartenstacks aussortiert, die Tische grundgereinigt und eine Inventur gemach.

Um die Belüftung sowie die Lichtproblematik zu verbessern, haben wir Martin Platzer mit ins Boot geholt. Zwei Deckenventilatoren werden von uns getestet, über Tisch 2 kommen zwei neue Lichtfluter und im Extraraum, den wir in Corona Zeiten und größeren Turnieren brauchen, wird ebenfalls eine neue Beleuchtung für mehr Licht sorgen.

Die Homepage wird technisch auf den neuesten Stand gebracht.

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Die ersten Turniere – hoffentlich bald:

Die beiden ersten Termine, die gespielt werden dürfen, sind für den Pokercup und das Masters reserviert. Damit beenden wir offiziell die abgebrochene Saison des Vorjahres.

Folgendes zum Pokercup:

Wir werden den Pokercup an einem Samstag spielen und mit 14 Uhr sehr früh beginnen. Nach den 3 Vorrunden (4,5 Stunden) wird es ein Dinner break geben, das in etwa 1,5 Stunden dauert. Danach startet der Finaltisch mit den besten 8 (9, wenn 2 Spieler dieselbe Punkteanzahl und Platzierung haben) der Vorrunde.
Buy In: 25 €
Der Gewinner des Pokercups qualifiziert sich automatisch fürs Masters. Sollte der Gewinner bereits fürs Masters qualifiziert sein rückt der Zweitplatzierte nach usw. (Maximal die Spieler des Final Table können sich fürs Masters qualifizieren.)
Bei diesem Turnier sponsort der Verein jedem Spieler 15 € zum Dinner break dazu.
Alle, die 2020 offiziell Mitglieder beim PCP waren, sind berechtigt den Pokercup zu spielen!

Qualifizierte Spieler fürs Masters müssen sich, nach Bekanntgabe des Termins, bis spätestens eine Woche vor dem Termin offiziell anmelden. Sollte der Termin nicht wahrgenommen werden wird der nächste in der Rangliste nachrücken.

Abschließend:

Wie ihr seht, wird der Mitgliedsbeitrag sehr wohl gebraucht, um Neuerungen anzuschaffen, wichtige Arbeiten zu erledigen, systemtechnisch auf Schiene zu bleiben und – es wird auch wieder in Form von Pokalen, Preisen und dergleichen an die Mitglieder ausgeschüttet.

Für eine Vereinsführung ist es nie einfach. Schon gar nicht in Zeiten wie diesen, wo unser aller Leben auf den Kopf gestellt wird. Umso mehr ist es wichtig, füreinander da zu sein, miteinander Ziele zu haben und sich gegenseitig zu helfen, damit wir uns auch weiterhin im Sinne der Gemeinschaft treffen können. Um miteinander das zu tun, was uns Spiel – Spannung, – Spaß bringt … Pokern!

»Wir müssen auf das blicken, was uns miteinander verbindet, anstatt auf das, was uns scheinbar voneinander trennt.«

In diesem Sinne wünsche ich allen Gesundheit und hoffentlich ein baldiges Wiedersehen an den Tischen!

Robert Purgay
Obmann