Pokercup 2019

Neben der Meisterschaft, die bereits einige Abwandelungen im Laufe der Jahre erlebt hat, ist der Pokercup mitunter der älteste Bewerb des PCP und seit Anbeginn in unveränderter Weise. Drei Vorrunden und die besten Acht spielen um den Titel.
Trotzdem. Jedes Jahr schreibt der Cup seine eigene Geschichte. War es im Vorjahr Überraschungssieger Klaus Schabernack, konnte heuer ein alter Hase des PCP überraschen.

Vorab gleich eine Sache. Der Pokercup hat seine „liebsten Feinde“ wieder einmal abgeworfen.
Robert Zöhrer, Franz Mailänder und Robert Purgay ist es nicht vergönnt, diesen Bewerb für sich zu entscheiden. Wie schon all die Jahre zuvor wurde auch heuer nichts mit dem Sieg.
Franz auf Platz 17 und unser Obmann auf Platz 14 erreichten nicht einmal den Final Table. Robert Z. dagegen gewann alle drei Tische in den Vorrunden. Einen sogar noch vor der Zeit und kam als Chipleader an den Finaltisch.
Einen Sieg vor der Zeit schaffte in der Vorrunde nur noch Ingrid Frieser. Die zwei Extrapunkte als Belohnung ebneten ihr im letzten Spiel auch die Teilnahme am Finaltisch.

Der Finaltisch, gedealt von Wolfgang und Robert, hatte mit Jürgen Schieghofer nur einen Spieler, der den Cup schon gewinnen konnte. Im Falle von Jürgen bereits zweimal. Man kann Jürgen eigentlich Mr. Pokercup nennen.
Als erster musste sich Bernd Zigart verabschieden. Just in dem Moment, wo er sich verdoppeln wollte, begann Manfred Vipauz „Lauf“. Ein Buben Poker besiegelte Bernds Ende.
Christian Frieser bekam ebenfalls Manfreds Übermacht zu spüren. Wenn auch mit einem fragwürdigen call. Manfred zahlt mit einem „Bauchschuss“ Christians All In und – trifft. Mit Kopfschütteln beendet Christian das Turnier auf Platz sieben.
Er war bereits zufrieden. Hatte er doch sein Ziel, den Final Table, erreicht. Manfred Schöberl hätte sich trotzdem etwas mehr erwartet. Mit Platz sechs durfte er jedoch sicher zufrieden gewesen sein. Obwohl: Es zählt eben nur der Titel.
Die einzige Frau am Finaltisch hatte es nicht leicht. Ingrid Frieser bemühte sich, hatte aber mit ihrer eher tighten Spielweise wenig Erfolg. Im Endeffekt blieb der gute fünfte Platz.
Jürgen Schieghofer wurde bei seinem Turnier diesmal Vierter. Lange Zeit konnte er mithalten, musste sich dann jedoch wie all seine Mitspieler der Übermacht von Manfred Chips ergeben.
Robert Zöhrer hat schon jeden Platz im Pokercup erreicht. Nur einer blieb ihn, wie anfangs erwähnt, verwehrt. Der Sieg. Auch diesmal wurde nichts daraus. Obgleich er die Vorrunde dominierte. Im selben Maße wie bei Manfred der Chips Stapel sich vermehrte, schrumpfte er bei Robert. Schlussendlich musste er sich mit dem dritten Platz zufriedengeben. Ein kleiner Trost und das Versprechen, dass er es im nächsten Jahr wieder versuchen wird.
Das kürzeste Heads Up der Pokercupgeschichte schrieben Manfred Vipauz und Christian Hofer.
Christian spielte sich in seiner ruhigen unscheinbaren Weise bis ins Heads Up.
Manfred ist genau das Gegenteil. Aggressiv, auf Teufel komm raus gepaart mit dem Egalfaktor und dem nötigen Glück, ohne dem nichts geht.
Christian schob bereits in der ersten Hand all seine verbliebenen Chips mit Q J in die Mitte.
An solchen Tagen, wie ihn Manfred hatte, erschlagen einen die Karten fast. Wie, wenn er nicht schon all sein Glück ausgereizt hätte, konnte er K K vorweisen. Mit 83 % Siegchancen und den Großteil der Chips vor sich eine „gmahte Wiesn“ für Manfred. Jedoch. Beim Pokern ist schon viel passiert.
Diesmal aber nicht. Der Flop mit 6 9 3 brachte etwas Spannung ins Spiel, währte jedoch nicht lange. Der K am Turn brachte Manfred wieder näher an den Sieg.
Immerhin hatte Christian mit den verbliebenen Piks und den Zehnern im Deck noch 12 Outs oder 22 %. Der River allerdings brachte die 4 und somit Manfreds ersten Titel beim PCP.
Christian nahm es gelassen. Es wurde nicht der Titel, aber er war schon sehr nahe dran. Wir gratulieren zu diesem Erfolg!
Herzliche Gratulation an Manfred Vipauz. Lange schon beim PCP ist es endlich gelungen. Sein erster Titel! Verdient allemal. Mit Manfred hat der Sieger auch in der Sympathiewertung einen hohen Stellenwert. Warum? Die Freude über den Sieg war spürbar und unübersehbar. Und wie sollte es anders kommen? Wie wir es von unserem „Bärli“ gewohnt sind, feierte er seinen Erfolg mit einer Runde Sekt für alle!

Sieger an diesem Tag war nicht nur Manfred. Vor dem Turnier und auch danach arbeiteten alle zusammen. Auf- und Abbau des Turniers lief reibungslos, weil alle zusammengehalten haben und somit für keinen viel Arbeit anfiel.
So, meine Lieben, stelle ich mir die Zukunft des Vereins vor! (Anm. des Obmanns)

Das nächste Turnier findet am Freitag den 08.02. statt. PL Omaha zur Meisterschaft!